Begegnung mit der Jüdischen Gemeinde am 6.11.18

Erinnern für eine gemeinsame Zukunft

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Am Dienstagabend fanden sich 16 Teilnehmende aus der ESG Frankfurt in der Westendsynagoge ein. Auch von anderen ESGen in Hessen trafen Studierende ein, auch Schüler*innen aus Frankfurt waren dabei - insgesamt um die 100 Gäste, die von Rabbi Soussan begrüßt wurden: "Es ist gut, dass ihr zu uns kommt und es ist heute notwendiger denn je, dass ihr zu uns kommt."

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 Trude Simonsohn, die 98jährige Überlebende der Shoah, berichtete von ihrer freien und schönen Kindheit im mährischen Olmütz und wie jäh das Paradies ein Ende fand durch die Naziherrschaft: sie musste die Schule abbrechen, obwohl sie eine hervorragende Schülerin war und sich so sehr gewünscht hatte, Medizin zu studieren und Ärztin zu werden. Zuerst kam sie ins Ghetto Theresienstadt ("die Vorhölle"), wo alle hungerten, aber ein unglaublich reiches Kulturangebot auf die Beine stellten. Dann wurde sie nach Ausschwitz deportiert, "die Hölle". Alle ihre Freunde und Freundinnen, ihre Familie und Angehörigen wurden dort umgebracht. "Ich hatte viele Chancen, tot zu sein. Ich hatte Glück, trotz allem." Alle Anwesenden lauschten ihrem klaren Bericht. "Welche Botschaft geben Sie uns mit?" fragte am Ende eine Studentin. "Es ist möglich, NEIN zu sagen und es ist wichtig, davon Gebrauch zu machen!" Den Mund aufzumachen, wo wir heute auf Judenhass und Rassismus stoßen. "Der Antisemitismus war schon immer in der Mitte der Gesellschaft in Deutschland vorhanden. Aber heute tritt er ganz unverhüllt auf. Treten wir ihm entschieden entgegen!"

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