Die Corona-Pandemie - Studierende ziehen eine Zwischenbilanz am 4.2.2021

Diskussionsforum

esg-ffmInternationale Studierende ziehen Zwischenbilanz

Internationalen Studierenden geht es sehr unterschiedlich. Tipps: „Das hat mich glücklich gemacht.“ – Jeden Tag drei Dinge ins Tagebuch schreiben. „Schön, dass ich atmen kann.“ – Meditieren, sich konzentrieren auf das, wofür man dankbar sein kann. Dem Luxus Zeit nachgeben und neuen und alten Hobbys Raum geben, die inspirieren und befreien. ....

Die Beine hochlegen und bei einer Tasse Kaffee täglich ein Kapitel in einem Buch lesen, das keine Fachliteratur ist. Malen. Die Welt Taros betreten und Karten legen. Mit der Familie und einzelnen Freundinnen  in engem Kontakt bleiben.

Nach den Eingangsfragen 1. Wie geht es euch? 2. Was ist zuhause in den Herkunftsländern los? 3. Was hilft uns gerade: Tipps und Tricks wurde von verschiedenen Situationen berichtet. Den Studierenden geht es sehr unterschiedlich. Glück hat, wer sich in einem durchstrukturierten Studiengang wie Medizin (Gegenteil Soziologie, Master) befindet, bei der die Regierung im Herkunftsland die Corona-Pandemie im Griff hat und man finanziell abgesichert ist. Gut geht es einer Medizinstudentin, die im März in ein Stipendienprogramm aufgenommen wurden, im August und September wie geplant ihr Physikum ablegen konnte, die Vorbereitungszeit für diese Prüfung bei ihrem Freund in einer anderen Stadt verbringen konnte und von ihm bekocht wurde. Die Corona-Zeit stärkte ihre Beziehung. Im Wintersemester wurde sie in Kurse eingeteilt und kann regulär weiter studieren. Schlechter geht es einer Soziologiestudentin, die ihren Bachelor abschließen wollte und im ersten Semester ihres Masterstudiums ist. Anstatt in konzentriertem direkten Gespräch das Bachelorthema mit der Professorin zu besprechen, wurden Emails hin und her geschickt und das Gespräch in Zoom war nicht effizient. Im Masterstudium soll sie Seminare in ihrem Schwerpunkt wählen, allerdings gibt es die Vorlesungen für 100 Studierende nicht und die Plätze für Seminare sind statt auf 40-50 in Präsenz auf 20-23 limitiert. Auch priorisierte Studierende, für die das Seminar Pflicht ist, erhalten keine Plätze. Ihr Studium verlangsamt sich und die Angst vor der Ausländerbehörde wächst. Der studentische Nebenjob blieb ihr, doch die Familienernährer im Herkunftsland haben ihre Arbeit verloren, so dass sie Geld schicken muss.

Gemeinsame Veranstaltungsreihe von ESG & KHG

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