Rassismus und Zivilcourage

Wo ist meine Heimat? 12.6.21

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Die Diskriminierung von Geflüchteten aus Afghanistan in Iran: In dem dreiteiligen Workshop beschäftigten sich die Teilnehmer*innen mit Diskriminierung und Zivilcourage. In ersten Teil informierten die iranischen Teilnehmer*innen über den Ort, an der sie aufgewachsen sind, die anderen Teilnehmer*innen berichteten von ihrem Herkunftsort. ...

In der Übung: „Parolen Paroli bieten …“ wurden Parolen gesammelt, Beleidigungen und Pöbeleien und dann in einem Rollenspiel ihre Wirkmacht studiert und Handlungsoptionen eingeübt und reflektiert.

In dem juristischen Teil führte eine Referentin, die sowohl in Iran als auch in Deutschland Jura studierte, in das Aufenthaltsrecht für Afghanen in Iran ein. Binationale Ehen, in denen die Mutter Iranerin ist, der Vater Afghane führten bspsw. lange Zeit zu staatenlosen Kindern.
In einer anschließenden Fragerunde wurde klar, dass Iran kein Rechtsstaat ist, in dem Rechte eingeklagt werden können, sondern die betroffene Person von der Sachbearbeiter*in abhängig ist.

Im Erzählcafé führten zwei Personen aus, wie ihr Leben in Iran aussah. Die eine schaffte es über Beziehungen als 10-jährige eine Schule erstmals zu besuchen, der andere wuchs in einem Flüchtlingslager der UN in Iran auf und konnte zur Schule gehen. Der Bezug zu Afghanistan war in beiden Fälle auch unterschiedlich, der einen wurden nichts über die Herkunft erzählt, beim anderen war und ist für den Vater Afghanistan der Sehnsuchtsort. Die Teilnehmer*innen setzten sich mit den jeweiligen Gruppen von Diskriminierten in ihren eigenen Gesellschaft auseinander und wurden sich ihrer privilegierten Position in der Gesellschaft bewusst.

Ausblick: Was einen Ort zu einem Ort macht, an dem man gerne lebt und den man eventuell als Heimat bezeichnen würde, bleibt weiter zu diskutieren.

Der Workshop wurde organisiert von Mona Mozayyani und Friederike Lang.

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