Corona: Keine Gottesdienste bis zum Ende der Osterferien

Gottesdienste zu Hause feiern

bonPröpstin Annegret Puttkammer

Bis zum Ende der kommenden Ferien wird es keine Gottesdienste mehr geben. Zumindest nicht in unseren Kirchen. Pröpstin Annegret Puttkammer hofft, dass Christen sie trotzdem feiern - zwar in räumlicher Distanz, aber innerer Verbundenheit.

Die Pröpstin Annegret Puttkammer teilt mit, dass diese Maßnahme wichtig ist: "Die Kirchenleitung der EKHN bittet dringend darum, alle Gottesdienste bis nach den Osterferien, das heißt einschließlich des 19. Aprils, abzusagen." Sie weiß, dass das für die Kirchengemeinden eine große Herausforderung ist: Wie viele andere Christen kann auch sie sich Gründonnerstag, Karfreitag und Ostern ohne Gottesdienste kaum vorstellen. "In diesem Jahr müssen wir uns aber darauf einstellen – um Menschenleben zu retten! Sollten wir die Verbreitung des Corona-Virus nicht verlangsamen, müssen wir uns ansonsten auf Tausende von Toten einstellen. Das können Christenmenschen nicht verantworten. Deshalb also, aus Gründen der Nächstenliebe verzichten wir in den kommenden Wochen schweren Herzens auf gottesdienstliche Versammlungen."

 

Haus-Gottesdienste

Annegret Puttkammer macht jedoch Mut für kreative Ideen: "Aber wir feiern doch Gottesdienst! In unseren Häusern, gemeinsam verbunden in räumlicher Distanz. Die Gemeinden stellen Anregungen für Haus-Gottesdienste zur Verfügung, die Familien, Ehepaare und auch Einzelne in ihren Wohnungen feiern können. Zur gewohnten Gottesdienstzeit trifft man sich also nicht persönlich in der Kirche, weiß aber: Andere sitzen nun mit derselben Liturgie in ihren Wohnzimmern oder Küchen, sie lesen dieselbe Predigt, sie beten gemeinsam."

 

Glocken läuten

Die Pröpstin kündigt an, dass vielerorts zur Gottesdienstzeit die Glocken läuten werden. Denn das Läuten ruft nicht nur zum Gottesdienst, sondern auch zum Gebet. Darüber hinaus stehen die Kirchen sonntags offen zur stillen Andacht, teilt Annegret Puttkammer mit: "Und die Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch viele Ehrenamtliche stehen zum Gespräch bereit, notfalls per Telefon."

 

Gottesdienst im Radio und Fernsehen

Annegret Puttkammer wirbt auch für die vielen digitalen Möglichkeiten, Gottesdienst zu feiern und nennt „5 Minuten Zuversicht“ oder die Gottesdienste in Radio und Fernsehen als Beispiele. "Wir tun das, um Menschenleben zu retten! Und unser Gott wird Wege finden, uns auch in diesen Zeiten zu stärken und aufzurichten. Denn ,Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit!'", zitiert sie aus dem Brief des Paulus an Timotheus und schließt: "Beten wir um Heilung für die Erkrankten, um Gelassenheit in der Bevölkerung, um Weisheit und Weitblick für alle Verantwortlichen und um Gottes Geist für alle, die an wirksamen Medikamenten forschen. Gott segne und behüte Sie!" 

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