Für Demokratie, Vielfalt & Freiheit

"Dem Guten das Herz – dem Bösen die Stirn“ – Plakatträgerin

© n.schneider

Seit Mitte Januar finden im ganzen Bundesgebiet Demonstrationen und Veranstaltungen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie statt. Hintergrund sind Berichte des Recherchezentrums Correctiv über ein Geheimtreffen von AfD-Politikern mit Rechtsextremisten in Potsdam.

Als ESG Darmstadt stehen wir für Demokratie, Vielfalt und Freiheit.

Der Nutzen der aktuellen Debatte besteht vor allem darin, zu markieren, mit welcher Gefahr wir es zu tun haben und vor welcher Gefahr wir stehen. Christliche Werte und Rechtsextremismus sind unvereinbar!

Wir als evangelische Studierendengemeinde, beziehen konsequent Position für Demokratie und Menschenrechte. Denn nach unseren Werten, sind alle Menschen Geschöpfe Gottes und gleich wertvoll. Rechtsextremen Parolen und Aktionen treten wir entschieden entgegen und unterstützen die bundesweiten Demonstrationen und Proteste. Wir wollen dazu beitragen, ein öffentliches Bewusstsein zu schaffen und hoffen, dass eine Art breite gesellschaftliche Bewegung in Gang kommt, die ein ganz wichtiger Bestandteil in der Abwehr der Gefahr von rechts. Wir fordern eine offene und tolerante Gesellschaft.
Aus christlicher Überzeugung sagen wir:
Jetzt ist die Zeit, aufzustehen und auf die Straße zu gehen. Gegen Rechtsextremismus und für Demokratie!

Weghören ist ein Privileg, das Rassismus-Betroffene nicht haben. Wem wir zuhören und wem nicht, ist hochpolitisch. 

Es gibt keine Positionslosigkeit zu Rassismus, sondern nur unsichtbare und sichtbare Positionen. 
Die Rechte mobilisiert und die Liste der Anschlagsorte und Skandale wird immer länger. Doch auch all jene, die wählen können, nicht politisch zu sein, die das Privileg haben, nicht zu wissen, niemals zu spüren oder mitzufühlen, was diese Angst und was Ausgrenzung mit einem macht, sind durch ihre Ignoranz und Gleichgültigkeit eine Bedrohung. Denn all diese Menschen beteiligen sich durch ihr Nichtstun, an einer Diskursverschiebung Richtung rechts, und sind somit eine Gefahr für Freiheit und Demokratie.

Der KZ-Überlebende Max Mannheimer sagte bei seinen Schulbesuchen: 
„Ihr seid nicht schuldig für das, was in der Geschichte geschehen ist, aber ihr tragt eine Verantwortung dafür, dass es sich nicht wiederholt!“

Erinnerung bedeutet, sich mit den Folgerungen für die Gegenwart, mit den politischen Bedingungen, die das NS-Regime beförderten, und den historischen Kontinuitäten auseinanderzusetzen.
Migrantisch situiertes Wissen: Die Shoa als bisheriger Höhepunkt rassistischer Gewalt in Deutschland liegt Jahrzehnte zurück, aber die migrantisch situierte Perspektive darauf sowie die rassistischen Strukturen, aus denen sie erwuchsen, sind immer noch aktuell. 

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